{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"ScholarlyArticle","@id":"https:\/\/artefacts.maximilianlederer.ch\/archive\/2978#ScholarlyArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/artefacts.maximilianlederer.ch\/archive\/2978","headline":"W\u00e4ltsch Zw\u00e4tschg\u00e4","name":"W\u00e4ltsch Zw\u00e4tschg\u00e4","description":"Radiosendung \u00abZum neuen Tag\u00bb von Karl Imfeld (1932-2020) vom 24.10.1995 f\u00fcr Radio DRS. Transkript: W\u00e4ltsch Zw\u00e4tschg\u00e4 Grad under myner Garasch stahd \u00e4 gwiss hundertj\u00e4hrig\u00e4 Zw\u00e4tschg\u00e4baim. \u00c4r isch kei Gart\u00e4zi\u00e4r. Vormen\u00e4 Jahr hedem der Sturm juscht der gresser Ascht abgchlepft, wonem nu d Form vomen\u00e4 Baim gg\u00e0 h\u00e4tt. Etz macht er vom Stamm obsidruis nur nu&hellip;","datePublished":"2023-12-17","dateModified":"2023-12-18","author":{"@type":"Person","@id":"https:\/\/artefacts.maximilianlederer.ch\/archive\/author\/eingereicht#Person","name":"Eingereicht","url":"https:\/\/artefacts.maximilianlederer.ch\/archive\/author\/eingereicht","identifier":2,"image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/adcc0f731e7cf9478a76ac1848bfa34fbd2ad9a0c673bc3e0e0d259d56aadbb5?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/adcc0f731e7cf9478a76ac1848bfa34fbd2ad9a0c673bc3e0e0d259d56aadbb5?s=96&d=mm&r=g","height":96,"width":96}},"publisher":{"@type":"Person","name":"Raumdepot"},"image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/artefacts.maximilianlederer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Karl_Imfeld_5.jpg","url":"https:\/\/artefacts.maximilianlederer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Karl_Imfeld_5.jpg","height":2330,"width":1659},"url":"https:\/\/artefacts.maximilianlederer.ch\/archive\/2978","about":["Audio","Dokument"],"wordCount":386,"keywords":["Dorf","Gedicht","Gegenwart","Karl Imfeld","Vergangenheit","Wald"],"articleBody":"Radiosendung \u00abZum neuen Tag\u00bb von Karl Imfeld (1932-2020) vom 24.10.1995 f\u00fcr Radio DRS.Transkript:W\u00e4ltsch Zw\u00e4tschg\u00e4Grad under myner Garasch stahd \u00e4 gwiss hundertj\u00e4hrig\u00e4 Zw\u00e4tschg\u00e4baim. \u00c4r isch kei Gart\u00e4zi\u00e4r. Vormen\u00e4 Jahr hedem der Sturm juscht der gresser Ascht abgchlepft, wonem nu d Form vomen\u00e4 Baim gg\u00e0 h\u00e4tt. Etz macht er vom Stamm obsidruis nur nu \u00e0 Gattig wi\u00e4n\u00e4 Vogel, wo mit eim F\u00e4ck\u00e4 wett vom Bod\u00e4 uifflyg\u00e4. Letschti bini mider\u00e4 Frai a d\u00e4m Baim verby. Da, undereinisch seid sy: &#8222;Mh hi\u00e4 schmeckts so gu\u00e4d vo Zw\u00e4tschg\u00e4.&#8220; Das heds tats\u00e4chlich ai. Der Ascht isch ghanget voll vo ubergross\u00e4, w\u00e4ltsch\u00e4 Zw\u00e4tschg\u00e0, wi\u00e4 m\u00e4 n\u00e4 hi\u00e4 seid. Wenn sy ryf sind, sind sy zuckersi\u00e4ss und weich, das m\u00e4 sy cha uissuig\u00e4. As par Mitarbeiter und bsunders iri Chind wartid allimal druif, das es fir jedi Part \u00e4 scheen\u00e4 Chesssel voll\u00e4 gid. Und glych, di\u00e4 Zw\u00e4tschg\u00e4 chenid nu so gu\u00e4d sy, m\u00e4 chennt keis Pfund dervo amen\u00e4 H\u00e4ndler verchaiff\u00e4. Sy entspr\u00e4chid a d\u00e0 hitig\u00e4 Konsum\u00e4nt\u00e4-Asprich nid. Sy hend oni, dass sy mi\u00e4nd gspritzt w\u00e4rd\u00e4, \u00e0 fl\u00e4ck\u00e4losi, fyni Huid wi\u00e4nes Reklam\u00e4gsicht voner\u00e4 Kosmetikfirma. Sy ubertr\u00e4ffid jedes Plantasch\u00e4produkt a Gressi, Si\u00e4ssigkeit und Gschmack, aber &#8211; sy laad nid vom Stei. Das isch es. I hundert Jahr\u00e4 hed d\u00e4 Baim nid glehrd, wi\u00e0 \u00e0 hitigi Zw\u00e4tschg\u00e4 mu\u00e4s sy, das m\u00e4 sy oni d Finger z verschmir\u00e4 sell chenn\u00e4 uisstein\u00e4 oder als Desserfrucht uf\u00e0 Tisch bring\u00e4. D\u00e4 arm, gstrupi\u00e4rtnig Zw\u00e4tschg\u00e4baim isch hundertj\u00e4hrig. Ai scho hend mer ander Lyt, wo nid wissid, was mid im los sich, gseid, \u00e4r syg ja nym\u00e4 w\u00e4\u00e4rd und machi kei Staat. Ich sett \u00e4 laa umtu\u00e4 und \u00e4s g\u00e4b hit sogar ertragrycheri Edelsort\u00e4. Hundert Jahr hed d\u00e4 Baim jed\u00e4 Herbscht im Durchschnid vi\u00e4r bis fyf grossi Chessel voll Zw\u00e4tschg\u00e4 treid. Und etz, won \u00e4r anes par Generation\u00e4 Freid und Nahrig gg\u00e4 hed, sett \u00e4r nym\u00e4 w\u00e4\u00e4rd sy, nur wil \u00e4r alt und unschynbar word\u00e4 isch? Der W\u00e4\u00e4rd vo jedem Baim erkennd m\u00e4 a syn\u00e4 Fricht. \u00c4 gu\u00e4ti Frucht, cha nid vomen\u00e4 schl\u00e4cht\u00e4 Baim cho und \u00e4 gu\u00e4ti Sach nid vomen\u00e4 schl\u00e4cht\u00e4 M\u00e4ntsch.Als Ortsbezug wurde das Pfarrhaus gew\u00e4hlt."}